Endbearbeitung hartstoffbeschichteter Freiformflächen im Werkzeug- und Formenbau

Rausch, S.1, a; Wiederkehr, P.2, b; Biermann, D.2, c

1)
August Rüggeberg GmbH & Co. KG, Pferd-Werkzeuge, Hauptstraße 13, 51709 Marienheide
2)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) Sascha.Rausch@pferd.de; b) wiederkehr@isf.de; c) biermann@isf.de

Kurzfassung

Zur Steigerung des Schutzes von tribologisch beanspruchten Oberflächen vor abrasivem Verschleiß, wie beispielsweise die von Tiefziehwerkzeugen, stellt der Einsatz von thermisch gespritzten Hartstoffschichten eine vielversprechende Lösung dar. Um das vollständige Potential dieser Beschichtungen ausnutzen zu können, ist jedoch eine Nachbearbeitung der Oberfläche vor dem Einsatz im Rahmen industrieller Anwendungen zur Reduktion der Oberflächenrauheit erforderlich. Neben den konventionellen Material abtragenden Verfahren, wie dem Schleifen oder dem Funkenerodieren, können die Profilspitzen auch durch inkrementelle Umformverfahren eingeebnet werden. In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse für das Festklopfen, auch Machine Hammer Peening (MHP) genannt, von thermisch gespritzten Verschleißschutzschichten präsentiert. Die Bewertung der erzeugten Oberflächen erfolgt auf Basis von weißlichtmikroskopischen Aufnahmen, Gefügequerschliffen sowie röntgenographischen Eigenspannungsuntersuchungen.

Veröffentlichung

In: Spanende Fertigung, 7. Ausgabe, Biermann, D. (Hrsg.), Vulkan Verlag, Essen, 2017, ISBN 978-3-8027-2989-8 (print), 978-3-8027-3052-8 (ebook), S. 247-254