Mikrotiefbohrbearbeitung bleifreier Stähle

Metzger, M.1, a

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) metzger@isf.de

Kurzfassung

Eine Vielzahl an Verordnungen und Richtlinien reglementiert den Einsatz von Blei als Legierungsbestandteil in Stählen. Doch der Verzicht auf das Legierungselement Blei bringt eine deutliche Veränderung der Spanbildung in Form schlechter brechender Späne mit sich. Insbesondere bei kleinen Werkzeugdurchmessern für das Tiefbohren führt dies zu Herausforderungen, um dennoch prozesssicher und produktiv in bleifreien Stählen Bohrungen mit großen Länge-zu-Durchmesser-Verhältnissen zu erzeugen. In einem neuentwickelten, modifizierten Stahl soll bereits bei der umformtechnischen Herstellung gezielt ein bleifreies Gefüge eingestellt werden, welches sich im Vergleich zu herkömmlichen bleifreien Stählen prozesssicher und effizient zerspanen lässt.

Veröffentlichung

In: Spanende Fertigung, 7. Ausgabe, Biermann, D. (Hrsg.), Vulkan Verlag, Essen, 2017, ISBN 978-3-8027-2989-8 (print), 978-3-8027-3052-8 (ebook), S. 350-360