Oberflächenfeinstbearbeitung zur Leistungssteigerung von Einlippentiefbohrwerkzeuge

Biermann, D.1, a; Bathe, T.1, b; Spaetling, F.1

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) biermann@isf.de; b) bathe@isf.de

Kurzfassung

Die Erzeugung von Bohrungen mit einer hohen Bohrungsgüte steht bei hochbelasteten Bauteilen, bspw. im Hochdruckbereich von Commonrail-Diesel-Injektoren, im Fokus aktueller Entwicklungen. Aufgrund von höheren Anforderungen an die Emissionen von Stickoxiden (NOX) und Kohlenstoffdioxid (CO2) bestehen Bestrebungen im Bereich der Einspritztechnik, die Einspritzdrücke weiter zu erhöhen. Um einen sicheren Betrieb mit Einspritzdrücken > 3 000bar zu ermöglichen, ist eine hohe Bohrungsgüte durch einen minimalen Mittenverlauf und die Vermeidung von Riefen erforderlich. Zur Erfüllung dieser Anforderungen sind Optimierungsmaßnahmen der nach aktuellem Stand der Technik eingesetzten Werkzeuge nötig. In den folgenden Untersuchungen werden Ergebnisse zum Einsatz von Diamantschleifscheiben mit einem elastischen Schleifbelag, folgend Polierschleifscheiben, dargestellt. Durch den Einsatz einer Polierschleifscheibe ist es möglich, eine Verbesserung der Führungsleistentopographie bei gleichzeitiger Änderung der Werkzeugumfangsgestalt zu erreichen. Dies bietet das Potenzial, insbesondere bei der Verwendung von asymmetrisch aufgebauten Einlippentiefbohrwerkzeugen, die mit der Führungsleiste in Kontakt stehende Bohrungswand maßgeblich zu verbessern.

Schlüsselwörter

Tiefbohren, Oberflächenfeinstbearbeitung, Schichtnachbehandlung, Polieren, Oberflächentopographie

Veröffentlichung

DIAMOND BUSINESS, 1 (2018), S. 72-76, ISSN 1619-5558