Am Anfang ist das Licht

Michel, S.1, a; Biermann, D.1, b

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) michel@isf.de; b) biermann@isf.de

Kurzfassung

Durch den Einsatz moderner Optimierungs- und Konstruktionsmethoden haben Bauteile immer komplexere Oberflächenkonturen. Die typische Prozesskette beim Einlippentiefbohren bestehend aus der Erzeugung einer Pilotbohrung mit kurzen Wendelbohrern, in der sich der asymmetrisch aufgebaute Einlippenbohrer (ELB) zu Prozessbeginn abstützt, muss dabei durch einen vorgeschalteten Fräsprozess zur Erzeugung einer Planfläche erweitert werden. Bei der Verfahrenskombination wird mithilfe eines Laserbohrprozesses die Pilotbohrung für die Anbohrführung des Einlippentiefbohrers erzeugt und so die Flexibilität des Laserbohrens mit der hohen Qualität von Einlippenbohrprozessen verbunden. Die Laserpilotbohrung kann dabei verschleißfrei in randschichtgehärtete Bauteile und direkt auf runden oder schrägen Flächen eingebracht werden. Mit einer Hauptzeit des Laserbohrprozesses im Bereich von Millisekunden entstehen so deutliche Vorteile in Bezug auf die Produktivität.

Schlüsselwörter

Tiefbohren, Komplexe Teile, Laserunterstützung

Veröffentlichung

WB Werkstatt + Betrieb, Hanser Verlag, Heft 1-2, (2018), S. 64-67