Einsatzverhalten von symmetrischen, hartmetallbestückten Kurzlochbohrern

Adams, F.-J.

Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit einer verhältnismäßig jungen Werkzeugart, dem Kurzlochbohrer mit Hartmetallschneiden in symmetrischer Anordnung. Mit der Verbesserung der Hartmetalle wurde der Einsatz dieser Schneidstoffgruppe auch bei den klassischen Bohrwerkzeugen, den Wendelbohrern, ermöglicht.

Im Hinblick auf den Werkzeugverschleiß ergeben sich jedoch derzeit noch Probleme, die Anlaß zu grundlegenden Untersuchungen waren. Die Ursachen für den Bohrerverschleiß sind dabei sowohl in Vorgängen, die aus dem Bohrprozeß resultieren, als auch in der Fertigung des Bohrers zu suchen. Inwieweit der Anschliff des Hartmetallschneidkörpers eine Vorschädigung bedeutet, die eine Ursache für das plötzliche Versagen im Bohrprozeß darstellt, ist bisher ungeklärt. Der Bohrvorgang als solcher stellt eine komplexe Beanspruchung für das Werkzeug dar. Dies ist einerseits durch die Werkzeuggestaltung bedingt, weil die für den Spanbildungsvorgang wichtigen Größen wie Spanwinkel und Schnittgeschwindigkeit über den Radius veränderlich sind. Andererseits wird der Späneabtransport durch die von der erzeugten Bohrungswand begrenzten Spannuten erschwert.

Der Schwerpunkt der hier vorgestellten Untersuchung liegt auf der Klärung des Zusammenhangs zwischen der mechanischen Belastung der Werkzeugschneide und ihrer durch den Angriff vorgegebenen Form. Anhand von Belastungsprofilen konnten Vorschläge für eine Optimierung der untersuchten Schneideform erstellt werden.

Veröffentlicht als

Dissertation, Universität Dortmund, Vulkan Verlag, Essen, 1996, ISBN 3-8027-8700-5