Prozessoptimierung für die Hartfeinbearbeitung durch die Kombination von Hartdrehen und Schleifen

Johlen, G.

Die Bearbeitung gehärteter Futterteile, beispielsweise Lagerringe oder Zahnräder, ist insbesondere für die Serienproduktion von großer wirtschaftlicher Bedeutung, da es gilt, hohe Stückzahlen mit hoher Produktivität und Prozesssicherheit zu fertigen. Neben dem Schleifen wird zunehmend das Hartdrehen für deren Hartbearbeitung eingesetzt.

Die vorliegende Dissertationsschrift setzt sich mit der Hartfeinbearbeitung durch Hartdrehen und Schleifen in Kombination auseinander. Für das Vordrehen werden geeignete Parameter für hohe spezifische Abtragsraten bei hohen Standzeiten ermittelt. Ziel des Vordrehens ist es, einen Bauteilzustand zu erreichen, der möglichst geringe Schleifaufmaße gewährleistet, um geringe Hauptzeiten einzustellen. Der Schleifprozess wird ausschließlich auf den Abtrag der Bauteilbeeinträchtigungen durch den Vordrehprozess beschränkt. Welche Schleifaufmaße infolge des Vordrehprozesses berücksichtigt werden müssen und wie der Schleifprozess gestaltet werden muss, wird im Rahmen dieser Arbeit eingehend betrachtet. Durch die Untersuchungen wird aufgezeigt, dass sich durch die kombinierte Hartfeinbearbeitung sehr hohe Bauteilqualitäten bei großer Prozesssicherheit erzielen lassen. Darüber hinaus wird aufgezeigt, dass die geringen Schleifaufmaße eine umweltgerechte Schleifbearbeitung durch die Verwendung einer Minimalmengenkühlschmierung ermöglichen. Für ein großes Bauteilspektrum mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung stellt die kombinierte Hartfeinbearbeitung die günstigste Prozessvariante dar.

Veröffentlicht als

Dissertation, Universität Dortmund, Vulkan Verlag, Essen, 2003, ISBN 3-8027-8722-6