Außenrund-Einstechschleifen von Cermet

Willsch, Ch.

Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit dem Schleifen von Cermet. Dieser Werkstoff weist als Schneidstoff große Potentiale auf. Die für viele Werkzeuge notwendige Bearbeitung durch das Fertigungsverfahren Schleifen ist jedoch erheblich schwieriger als bei vergleichbaren konventionellen Hartmetallen. Am Beispiel des Außenrund-Einstechschleifens wurde das Schleifen von Cermet grundlegend untersucht. Die Abtragsmechanismen am Werkstück wie auch die Verscheißmechanismen an der Schleifscheibe werden wesentlich durch die Kontaktlänge, die Spanungdicke und die Wirkgeschwindigkeit bestimmt. Um Cermet in einem stabilen Prozeß wirtschaftlich und mit dem Ergebnis einer hohen Qualität zu schleifen, ist es notwendig, sowohl hohe Kontaktzonentemperaturen als auch große Spanungsdicken zu vermeiden. Um dieses zu gewährleisten, ist es günstig, niedrige Schnittgeschwindigkeiten im Gleichlauf zu wählen. Zudem sollten die Werte für die Zustellung zwischen denen des klassischen Pendelschleifens und des Tiefschleifens liegen. Lassen sich größere Zustellungen - als das Tiefschleifen - nicht vermeiden, so sollten Schleifscheiben mit einer guten Wärmeleitfähigkeit zum Einsatz kommen. Das Strahlschärfen kunstharzgebundener Schleifscheiben ist im Vergleich zum konventionellen Blockschärfen sowohl im Bezug auf das Prozeßverhalten als auch das Prozeßergebnis vorteilhaft.

Veröffentlicht als

Dissertation, Universität Dortmund, Vulkan Verlag, Essen, 1998, ISBN 3-8027-8702-1