Simulationsgestützte Prozessoptimierungen für die HSC-Fräsbearbeitung

Albersmann, F.

Ein wichtiger Trend bei der der Herstellung komplexer Werkzeuge und Formen ist die Substitution des Erodierens durch direktes HSC-Fräsen. Die Entwicklung moderner Schneidstoffe ermöglicht auch die Zerspanung vergüteter Werkzeugstähle mit hohen Schnittgeschwindigkeiten. In vielen Bereichen lassen sich durch HSC-Fräsen deutliche Produktionsgewinne erzielen. Dabei steht zum einen die Einsparung von Fertigungszeit, zum anderen eine wesentlich größere Flexibilität der Prozesskette im Vordergrund. Zwingend notwendig für den erfolgreichen Einsatz sind moderne CAD/CAM-Systeme, die spezielle Methoden und Strategien für die Bearbeitung von Freiformgeometrien und die HSC-Technologie beinhalten.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit simulationsgestützten Prozessoptimierungen für das HSC-Fräsen. Es werden Verfahren aufgezeigt, welche die zu fräsende Oberfläche bereits vor der eigentlichen Fertigung realitätsnah visualisieren und mit dem CAD-Modell vergleichen. Durch den Einsatz einer adaptiven Frässimulation wird die Prozesssicherheit beim HSC-Fräsen von Freiformflächen erheblich gesteigert. Weiterhin wird der informationstechnische Kreislauf geschlossen, der es erlaubt, die fertigungstechnisch anspruchsvolle Aufgabenstellung im Reparaturfall von Werkzeugen zu unterstützen. Die Leistungsfähigkeit der Methoden wird an Beispielen aus der Praxis demonstriert.

Veröffentlicht als

Dissertation, Universität Dortmund, Vulkan Verlag, Essen, 1999, ISBN 3-8027-8709-9